{"id":7480,"date":"2020-04-21T13:26:39","date_gmt":"2020-04-21T11:26:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/?p=7480"},"modified":"2026-01-22T13:54:02","modified_gmt":"2026-01-22T12:54:02","slug":"quantenkommunikation-abhoersicheres-internet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/quantenkommunikation-abhoersicheres-internet\/","title":{"rendered":"Quantenkommunikation: Abh\u00f6rsicheres Internet"},"content":{"rendered":"<p>Schon seit Jahren wird im Bereich der sicheren \u00dcbertragung per Quantenkommunikation aktiv geforscht, sowohl in Europa als auch in Asien und den USA. Hierzulande nimmt die Forschung Fahrt auf: Aufgrund der Cyberangriffe auf den Bundestag und aufs Datennetzwerk des Bundes im Jahr 2015 unterst\u00fctzen Kanzleramt sowie Forschungsministerium das Erproben eines v\u00f6llig neuen Standards in der Datensicherheit: Im Rahmen eines Pilotprojekts der Fraunhofer-Gesellschaft, welches QuNET betitelt wurde, kommt die sogenannte Quantenkommunikation zum Einsatz.<\/p>\n<p>Im Bereich der Quantenphysik sind Forschern in den letzten Monaten diverse Durchbr\u00fcche gelungen. So konnte Google die sogenannte Quanten\u00fcberlegenheit nachweisen, IBM stellte den <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/computer-mathematik\/ibm-praesentiert-den-ersten-kommerziellen-quantencomputer-15980196.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">weltweit ersten kommerziell nutzbaren Quantencomputer vor<\/a>, w\u00e4hrend Forscher aus \u00d6sterreich ein <a href=\"https:\/\/www.pro-physik.de\/nachrichten\/qutrit-statt-qubit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Qutrit teleportiert haben wollen<\/a>. Der Plan der \u00f6sterreichischen Forscher: Satelliten im All lassen sich zum \u00dcbertragen des Quanten-Internets nutzen.<\/p>\n<h2>Was ist Quantenkommunikation?<\/h2>\n<p>Die Quantenkommunikation nutzt nicht etwa mathematisch-basierte Kryptografie-Strategien, sondern ein Wirkungsprinzip der Quantenphysik. Mittels fundamentaler Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten aus der Quantenphysik werden bei der Quantenkommunikation die \u00fcbertragenden Daten verschl\u00fcsselt.<\/p>\n<p>Problematisch dabei ist jedoch eine Reichweiten-Limitierung: Das \u00dcbertragen von Quanteninformationen durch Photonen (Lichtteilchen) \u00fcber Glasfaser f\u00fchrt zu erheblichen Leistungsverlusten. Diese f\u00fchren zu einer doch sehr begrenzten Reichweite von rund 100 Kilometern. Quantenrepeater sollen es richten: Wohl ohne Sicherheitseinschr\u00e4nkungen k\u00f6nnten so diese Grenzen \u00fcberwunden werden. Fraunhofer-Pr\u00e4sident Reimund Neugebauer \u00e4u\u00dferte sich gegen\u00fcber der dpa prognostisch positiv: \u201eDiese Technologie hat noch einen weiten Entwicklungsweg vor sich \u2013 das macht die \u00dcbertragung per Satellit, wie wir es bei Fraunhofer erforschen, essenziell f\u00fcr n\u00fctzliche Reichweiten in der Quantenkommunikation.\u201c<\/p>\n<h3>Das Quantenbit als Basis<\/h3>\n<p>Bei Quantencomputern, aber auch in der Quantenkryptografie arbeitet man mit sogenannten Quantenbits, die Qubits abgek\u00fcrzt werden. Analog zum klassischen Bit bei konventionellen Rechnern fungiert das Qubit: Diese kleinstm\u00f6gliche Speichereinheit definiert das Ma\u00df der Quanteninformation. Materie- oder Lichtteilchen bilden den physikalischen Tr\u00e4ger des Qubits, welches zwei m\u00f6gliche Zust\u00e4nde einnehmen kann.<\/p>\n<p>Auch das kennen wir bereits aus der konventionellen Digitaltechnik: Das Dual-, Zweier- oder auch Bin\u00e4rsystem mit null und eins, oft dargestellt als 0 und 1. Entgegen diesem Bin\u00e4rsystem, bei dem die Zust\u00e4nde 0 oder 1 sein k\u00f6nnen, kann das Qubit zus\u00e4tzlich beide Zust\u00e4nde gleichzeitig annehmen.<\/p>\n<p>Das Quantennetz(werk), auch Quanteninternet genannt, ist die Verbindung der verschiedenen Quanteninformationstr\u00e4ger, die dann als \u201eQuantenknoten\u201c bezeichnet werden, durch sogenannte Quantenkan\u00e4le.<\/p>\n<h3>Sichere \u00dcbertragung dank Quantenkryptografie<\/h3>\n<p>Abh\u00f6rsichere Kommunikation: Das ist eines der Hauptziele der Quantenkryptografie. Verschr\u00e4nkte Photonen als Informationstr\u00e4ger machen dies auch m\u00f6glich \u2013 jedoch derzeit noch mit dem oben bereits erw\u00e4hnten Problem der Reichweiten-Limitierung, die man mit entsprechenden Repeatern zu erh\u00f6hen versucht.<\/p>\n<p>Vielleicht sind Sie beim Lesen des vorigen Absatzes \u00fcber den Begriff \u201everschr\u00e4nkt\u201c gestolpert \u2013 diese Eigenschaft bildet tats\u00e4chlich das Herzst\u00fcck der Quantenverschl\u00fcsselung. Beschrieben wird mit diesem Begriff ein Ph\u00e4nomen der Quantenphysik: zwei gleichzeitig erzeugte Quantenteilchen, also Photonen, teilen sich einen gemeinsamen Quantenzustand (\u201eExistenz\u201c), wenngleich eine gro\u00dfe Entfernung die beiden Teilchen trennt.<\/p>\n<p>Schwer vorstellbar, aber wissenschaftlich erwiesen: Werden Messungen an nur einem dieser Teilchen vorgenommen, beeinflussen diese unverz\u00fcglich auch Messergebnisse des anderen Teilchens. Wenn diese Photonen nun an unterschiedliche Orte gesendet werden, gelingt es, diese sie verbindende Verschr\u00e4nkung daf\u00fcr einzusetzen, Nachrichten sicher zu versenden. Die Photonen codieren Schl\u00fcssel zum Ver- und Entschl\u00fcsseln. Die Verschr\u00e4nkung hilft bei der Feststellung, ob der Schl\u00fcssel von unbefugten Dritten mitgeschnitten und die Nachricht somit decodiert wurde: Versucht jemand, die Information der Lichtteilchen auszulesen, w\u00fcrden die Teilchen ihren quantenphysikalischen Zustand sofort \u00e4ndern. Abh\u00f6rversuche k\u00f6nnen also direkt auffallen.<\/p>\n<h2>Herausforderung Quantennetz<\/h2>\n<p>Das Herzst\u00fcck der Quantenkommunikation, die Verschr\u00e4nkung, zeigt sich fragil \u2013 eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen, mit denen sich die verschiedenen Wissenschaftler derzeit konfrontiert sehen. Denn: Jede noch so kleine Wechselwirkung von einem der Photonen mit der Umwelt sorgt f\u00fcr eine Unterbrechung der Verbindung zum anderen Photon. Schicken Physiker nun verschr\u00e4nkte Photonen per Satellit durch die Atmosph\u00e4re oder \u00fcber Glasfaser, sorgen sie f\u00fcr genau diese ungewollte Unterbrechung: Die Lichtteilchen interagieren mit Atomen, die sich in der Atmosph\u00e4re oder in der Glasfaser befinden, womit die Verschr\u00e4nkung zerst\u00f6rt wird. L\u00e4sst sich dennoch ein Quanteninternet aufbauen, welches den gesamten Globus umspannt?<\/p>\n<p>Die Quantenrepeater, die auch zur Reichweitenverst\u00e4rkung eingesetzt werden sollen, k\u00f6nnen noch mehr. Die Ger\u00e4te k\u00f6nnten die Quanteneigenschaften der Photonen bei Ankunft messen. Die Eigenschaften k\u00f6nnen auf neue Photonen \u00fcbertragen werden, sodass diese dann weitergeschickt werden. Die Verschr\u00e4nkung bleibt somit erhalten \u2013 sie springt sozusagen von einem Repeater zum n\u00e4chsten. Noch zeigt sich diese Technologie \u00e4u\u00dferst experimentell, sodass noch mehrere Jahre ins Land ziehen werden, bevor eine kommerzielle Nutzung denkbar scheint.<\/p>\n<p>Es best\u00fcnde jedoch auch die Option, verschr\u00e4nkte Photonenpaare im All zu erzeugen. Sie k\u00f6nnten dann jeweils an zwei unterschiedliche Basisstationen auf der Erde gesendet werden. Steht der entsprechende Satellit hoch genug \u00fcber dem Horizont, m\u00fcssten die verschr\u00e4nkten Photonen nur rund 20 Kilometer innerhalb der Atmosph\u00e4re zur\u00fccklegen. Die Basisstationen w\u00e4ren dadurch miteinander verschr\u00e4nkt und in der Lage, perfekt verschl\u00fcsselte Nachrichten auszutauschen. Dass dieses Prinzip funktioniert, konnte im Jahre 2017 erstmals <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tr\/artikel\/Teleportation-ins-All-3769190.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">durch den chinesischen Satelliten Micius<\/a> gezeigt werden.<\/p>\n<p>Zur Realisierung eines globalen Quanteninternet denken einige Forscher an Konstellationen mit \u00e4hnlichen Satelliten. Um die sichere Kommunikation zweier Bodenstationen zu gew\u00e4hrleisten, ist es jedoch unumg\u00e4nglich, dass beide denselben Satelliten zeitgleich erkennen k\u00f6nnen, um die beiden verschr\u00e4nkten Photonen empfangen zu k\u00f6nnen. Satelliten sind sehr teuer, deshalb m\u00f6chten die Wissenschaftler so wenige Satelliten wie m\u00f6glich, jedoch so viele wie n\u00f6tig im Netzwerk haben, um eine weltweite und kontinuierlich arbeitende Abdeckung zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Ein entscheidender Schritt ist auch dem Forscherteam rund um die Physiker der TU M\u00fcnchen gelungen: Experimentell realisierten sie eine sichere Quantenkommunikation im Mikrowellenbereich innerhalb eines lokalen Quantennetzwerks mithilfe eines supraleitenden Kabels auf 35 cm Distanz. Zun\u00e4chst mussten die Forscher erst mal beweisen, dass Mikrowellenstrahlung quantenmechanische Eigenschaften besitzt \u2013 ein langer und technisch sehr herausfordernder Weg. Zugegeben: 35 cm Distanz und Versuche bei Temperaturen nahe des absoluten Nullpunkts klingen noch recht experimentell. Jedoch k\u00f6nnen sich die TUM-Forscher auch gr\u00f6\u00dfere Abst\u00e4nde vorstellen. An einer Erweiterung auf sieben Metern Entfernung wird bereits gearbeitet, sodass \u201edie Vernetzung von supraleitenden Quantenrechnern in Reichweite\u201c r\u00fcckt, sagt TUM-Physiker Rudolf Gross.<\/p>\n<h2>Quantenkommunikation: Zukunftsvision Quanteninternet r\u00fcckt n\u00e4her<\/h2>\n<p>Im Folgenden zeigen wir in einigen Beispielen weitere Forschungsergebnisse, die positiv stimmen: Tats\u00e4chlich gibt es Durchbr\u00fcche in der Quantenkommunikation, die dem Ziel, ein fl\u00e4chendeckendes Quanteninternet zu schaffen, schrittweise n\u00e4herkommen.<\/p>\n<h3>BMBF stellt Mittel f\u00fcr Initiative \u201eQuNET\u201c bereit<\/h3>\n<p>Die Bundesregierung ist bestrebt, neben Wirtschaftsgeheimnissen auch sensible Informationen besser vor Hackern zu sch\u00fctzen. Daf\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.fraunhofer.de\/de\/presse\/presseinformationen\/2019\/mai\/bmbf-und-forschung-starten-grossoffensive-fuer-die-quantenkommunikation1.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unterst\u00fctzt sie ein Pilotprojekt der Fraunhofer-Gesellschaft<\/a>, welches sich der Quantenphysik bedient. Das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) m\u00f6chte Forschung und Entwicklung eines Quantennetzes ebenfalls vorantreiben und beteiligt sich mit 165 Millionen Euro an dem Projekt. In drei Phasen werden diese finanziellen Mittel \u00fcber sieben Jahre bereitstehen. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek dazu: \u201eIm digitalen Zeitalter sind Wirtschaft und Gesellschaft auf eine sichere Kommunikation mehr denn je angewiesen. Sichere Datenleitungen sind die Lebensadern unseres Zeitalters. Deshalb muss der Datenaustausch so sicher wie m\u00f6glich gemacht werden. Die Quantenkommunikation bietet daf\u00fcr einzigartige M\u00f6glichkeiten. [\u2026] Mit der Initiative \u203aQuNET\u2039 legen deutsche Spitzenforschung und Unternehmen gemeinsam den Grundstein f\u00fcr die sichere Kommunikation der Zukunft. Ich bin den Teilnehmern dieses einzigartigen Projekts dankbar, dass sie sich in diesem Zukunftsfeld engagieren.\u201c<\/p>\n<h3>Quanteninternet per Satellit<\/h3>\n<p>Technology Review erkl\u00e4rt im Artikel <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tr\/artikel\/Quanten-Internet-aus-dem-Weltraum-4630385.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eQuanten-Internet aus dem Weltraum\u201c<\/a>, wie die Forscher um Sumeet Khatri von der Louisiana State University forschen: Man m\u00f6chte ein Netzwerk aus mindestens 400 quantenf\u00e4higen Satelliten schaffen, die kontinuierlich verschr\u00e4nkte Photonenpaare zu den Basisstationen senden. Somit w\u00e4ren die Stationen miteinander verschr\u00e4nkt, wie bereits oben intensiver beschrieben. Nachrichten mit perfekter Verschl\u00fcsselung r\u00fccken so immer n\u00e4her. Die Forscher sind mit ihrer Arbeit allerdings noch lang nicht fertig: Beim Modellieren fiel auf, dass diverse Kompromisse zu ber\u00fccksichtigen sind. So k\u00f6nnten etwa weniger Satelliten f\u00fcr eine globale Abdeckung sorgen, wenn diese in gr\u00f6\u00dferer H\u00f6he kreisen. Solche erh\u00f6hten Lagen f\u00fchren jedoch zu Photonenverlusten. Khatri und sein Forscherteam schlagen vor, 400 Satelliten in rund 3.000 km H\u00f6he fliegen zu lassen. Auch mit dieser Methode bleibt die maximale Entfernung zwischen den verschiedenen Basisstationen jedoch auf 7.500 km begrenzt.<\/p>\n<h3>Quantenverschl\u00fcsselung bei Drohnen<\/h3>\n<p>In China erforscht man, ob nicht Drohnen des R\u00e4tsels L\u00f6sung sein k\u00f6nnten: Lassen sie sich zum Weiterleiten einer Quantenverschl\u00fcsselung nutzen? Dank Lasertechnik ist es einem Forscherteam der Universit\u00e4t Nanjing in China gelungen, die notwendige Technik in Drohnen zu verstauen. So entstehen Leichtgewicht-Drohnen mit weniger als vier Kilogramm.<\/p>\n<p>Die Forscher nutzten handels\u00fcbliche Drohnen, um eine Quantenverbindung zwischen zwei Basisstationen \u00fcber 40 Minuten hinweg aufrechtzuerhalten. 2,4 Millionen verschr\u00e4nkte Quanten wurden so pro Sekunde \u00fcbermittelt. Wenngleich die Basisstationen nur 200 Meter auseinanderlagen, zeigte sich die Methode praxistauglich: Schlechtes Wetter beeinflusste das Experiment nicht.<\/p>\n<p>Mit einem Hilfslaser und einem beweglichen Spiegel konnten die Photonen zum Empf\u00e4nger gelenkt werden. Den Berechnungen der Forscher zufolge eignet sich das System f\u00fcr Verbindungen \u00fcber 300 Kilometer \u2013 vorausgesetzt, die Drohnen fliegen hoch genug.<\/p>\n<h3>Quantenspeicher-Rekord<\/h3>\n<p>Das Portal <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41586-020-1976-7\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eNature\u201c berichtet<\/a> \u00fcber die Arbeit der Forschergruppe um Jian-Wie Pan von der University of Science and Technology of China: Man vereinte zwei Quantenspeicher in einer Entfernung von 50 km zu einem verschr\u00e4nkten System. Das schl\u00e4gt den bisherigen Rekord um das 40-fache! Denn der bisherige Entfernungsrekord zweier verschr\u00e4nkter Quantenspeicher lag bei lediglich 1,3 km.<\/p>\n<p>Bei den Speichern handelt es sich um gek\u00fchlte Atome des Elements Rubidium. Die Koppelung zweier solcher Atome im niedrigen Energiezustand mit quantenverschr\u00e4nkten Photonen schafft ein gemeinsames Quantensystem. Kompliziert wird es, wenn weite Strecken zur\u00fcckgelegt werden m\u00fcssen: M\u00fcssen die Photonen weit reisen, steigt die Wahrscheinlichkeit eines gest\u00f6rten Systems.<\/p>\n<h3>Quantenbotschaft via Seekabel<\/h3>\n<p>Auch in \u00d6sterreich wird geforscht; genauer gesagt forschen S\u00f6ren Wengerowsky und Kollegen am Institut f\u00fcr Quantenoptik und Quanteninformation in Wien. Diesem Forscherteam gelang es, eine quantenverschl\u00fcsselte Nachricht \u00fcber ein g\u00e4ngiges Seekabel zu versenden. Glasfaserkabel dieser Art haben, wie weiter oben erw\u00e4hnt, Schw\u00e4chen: Die St\u00e4rke optischer Signale nimmt bei zunehmender Strecke ab und verschr\u00e4nkte Photonen k\u00f6nnen durchaus verlorengehen. Wengerowsky: \u201eDie gr\u00f6\u00dfte Sorge ist dabei die Anf\u00e4lligkeit gegen\u00fcber Umwelteinfl\u00fcssen, wie der Bewegung oder den Temperaturver\u00e4nderungen entlang der Leitung.\u201c<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst erzeuge das Forscherteam Photonenpaare, die mittels Polarisation (\u00c4nderungen durch Messungen der Schwingungsebene sorgen f\u00fcr dieselben \u00c4nderungen beim verschr\u00e4nkten Partner) miteinander verschr\u00e4nkt waren. Testweise haben die Forscher die Polarisation eines Photons direkt vor Ort gemessen. Die des Partners sendeten sie \u00fcber das Seekabel von Malta nach Sizilien und wieder zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Strecke ma\u00df insgesamt 192 km \u2013 und der Versuch gelang: Selbst \u00fcber diese Entfernung blieb die Quantenkommunikation bestehen. Damit haben die \u00d6sterreicher ebenfalls einen neuen Rekord aufgestellt. Zwar lie\u00df die \u00dcbertragungsrate mit nur 4 Bit\/s zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, die Zuverl\u00e4ssigkeit des Signals jedoch lag bei 85 Prozent. \u201eWir zeigen \u00fcber einen Zeitraum von mehr als sechs Stunden, dass wir ohne weitere Stabilisierung die Verbindung \u00fcber die lange Distanz aufrechterhalten k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt Wengerowsky.<\/p>\n<div class=\"shariff\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.psw-group.de%2Fblog%2Fquantenkommunikation-abhoersicheres-internet%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwww.psw-group.de%2Fblog%2Fquantenkommunikation-abhoersicheres-internet%2F&text=Quantenkommunikation%3A%20Abh%C3%B6rsicheres%20Internet\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#000; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path fill=\"#000\" d=\"M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button xing shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#29888a\"><a href=\"https:\/\/www.xing.com\/spi\/shares\/new?url=https%3A%2F%2Fwww.psw-group.de%2Fblog%2Fquantenkommunikation-abhoersicheres-internet%2F\" title=\"Bei XING teilen\" aria-label=\"Bei XING teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#126567; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 25 32\"><path fill=\"#126567\" d=\"M10.7 11.9q-0.2 0.3-4.6 8.2-0.5 0.8-1.2 0.8h-4.3q-0.4 0-0.5-0.3t0-0.6l4.5-8q0 0 0 0l-2.9-5q-0.2-0.4 0-0.7 0.2-0.3 0.5-0.3h4.3q0.7 0 1.2 0.8zM25.1 0.4q0.2 0.3 0 0.7l-9.4 16.7 6 11q0.2 0.4 0 0.6-0.2 0.3-0.6 0.3h-4.3q-0.7 0-1.2-0.8l-6-11.1q0.3-0.6 9.5-16.8 0.4-0.8 1.2-0.8h4.3q0.4 0 0.5 0.3z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button linkedin shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#1488bf\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/sharing\/share-offsite\/?url=https%3A%2F%2Fwww.psw-group.de%2Fblog%2Fquantenkommunikation-abhoersicheres-internet%2F\" title=\"Bei LinkedIn teilen\" aria-label=\"Bei LinkedIn teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0077b5; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 27 32\"><path fill=\"#0077b5\" d=\"M6.2 11.2v17.7h-5.9v-17.7h5.9zM6.6 5.7q0 1.3-0.9 2.2t-2.4 0.9h0q-1.5 0-2.4-0.9t-0.9-2.2 0.9-2.2 2.4-0.9 2.4 0.9 0.9 2.2zM27.4 18.7v10.1h-5.9v-9.5q0-1.9-0.7-2.9t-2.3-1.1q-1.1 0-1.9 0.6t-1.2 1.5q-0.2 0.5-0.2 1.4v9.9h-5.9q0-7.1 0-11.6t0-5.3l0-0.9h5.9v2.6h0q0.4-0.6 0.7-1t1-0.9 1.6-0.8 2-0.3q3 0 4.9 2t1.9 6z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon seit Jahren wird im Bereich der sicheren \u00dcbertragung per Quantenkommunikation aktiv geforscht, sowohl in Europa als auch in Asien und den USA. 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