{"id":7540,"date":"2020-06-02T14:46:36","date_gmt":"2020-06-02T12:46:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/?p=7540"},"modified":"2025-12-18T12:44:41","modified_gmt":"2025-12-18T11:44:41","slug":"corona-app-kommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/corona-app-kommt\/","title":{"rendered":"Corona-App: Corona-Tracing-App k\u00f6nnte im Juni kommen"},"content":{"rendered":"<p>Die ganze Welt kennt nach wie vor \u00fcberwiegend ein Thema: Die Corona-Pandemie. Ebenfalls weltweit bem\u00fcht man sich, Kontakte von erkrankten Menschen zu verfolgen, damit sich gesunde sch\u00fctzen k\u00f6nnen: Die Corona-Warn-App soll in vielen Teilen der Welt kommen, so auch in der Bundesrepublik. Konkret k\u00fcmmern sich hierzulande die Deutsche Telekom sowie SAP um die Entwicklung; \u00fcber Pfingsten wurden bereits Quellcodes ver\u00f6ffentlicht. Erwartet wird die Corona-App noch diesen Monat. Wir zeigen, wie andere L\u00e4nder vorgehen und was hierzulande noch geschehen muss, um das Corona-Tracking auch datenschutzfreundlich zu gestalten.<\/p>\n<h2>Corona-App: Tracking oder Tracing?<\/h2>\n<p>Zun\u00e4chst ist es wichtig, einige Begrifflichkeiten zu kl\u00e4ren. So h\u00f6rt man zuweilen im Zusammenhang mit der Corona-App den Begriff \u201eTracking-App\u201c, zuweilen \u201eTracing-App\u201c. Tracking kennen Sie wom\u00f6glich von Ihrem Browser und aus dem Marketing, aber auch von GPS-Ger\u00e4ten: M\u00f6chten Sie jemanden verfolgen, so tracken Sie ihn. Das Tracing verl\u00e4uft anders, dabei geht es nicht ums Verfolgen, sondern ums Ermitteln.<\/p>\n<p>Beim Tracing wird f\u00fcr Verdachtskontakte eine f\u00fcr uns v\u00f6llig unverst\u00e4ndliche Zeichenkette angelegt und vor\u00fcbergehend gespeichert. Diese Zeichenkette enth\u00e4lt Informationen \u00fcbers verwendete Smartphone, \u00fcber das Datum, die Uhrzeit, die N\u00e4he zum Kontakt sowie die Dauer. Weder Orte noch Namen oder andere pers\u00f6nliche Daten sind hier enthalten, sodass die angelegte Zeichenkette, die die App verwenden wird, au\u00dferhalb dieser komplett nutzlos ist.<\/p>\n<p>Google und Apple \u00f6ffnen in den jeweiligen Betriebssystemen Android und iOS Bluetooth-Schnittstellen, die dann mit der Corona-Warn-App interagieren. Dabei hat Apple bereits das Problem mit den Begrifflichkeiten erkannt, denn auch der Begriff \u201eTracing\u201c l\u00e4sst viele an \u00dcberwachung und Verfolgung denken. Somit nennt Apple die aktuelle Protokollversion nicht mehr \u201eContact Tracing API\u201c, sondern <a href=\"https:\/\/twitter.com\/ashk4n\/status\/1253720613056688131\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u201eExposure Notification API\u201c<\/a>.<\/p>\n<h2>Corona-Tracing: So funktioniert die Warn-App<\/h2>\n<p>Die Grundlage der Corona-Warn-App bildet die offene Bluetooth-Schnittstelle, die Apple und Google bereits im Mai in die jeweiligen Betriebssysteme implementierten. Ausschlie\u00dflich Apps von staatlicher Stelle d\u00fcrfen darauf zugreifen: Gesundheitsbeh\u00f6rden oder andere Beh\u00f6rden, die mit der Kontaktverfolgung zu tun haben. Im 15-Minuten-Takt wechselnde IDs sollen Begegnungen mit weiteren Smartphones in direkter Umgebung mittels Bluetooth protokollieren, Standortdaten werden nicht erfasst.<\/p>\n<p>Seit Mitte Mai ist die Kontaktverfolgungs-API der Corona-App freigegeben (iOS ab Version 13, Android ab Version 6). Beh\u00f6rden haben nun die M\u00f6glichkeit, die Schnittstellen in die l\u00e4ndereigenen Corona-Apps zu integrieren. Diese werden dann \u00fcber die App-Stores der Betriebssystementwickler vertrieben. Ohne Nutzerzustimmung (Opt-in) w\u00fcrde die Kontaktverfolgung nicht starten. Mit Zustimmung wird der Smartphone-Nutzer gewarnt, wenn er Kontakt mit erkrankten Menschen hatte. Ihm wird dann ein Hinweis zum Download der App der jeweils zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde angezeigt, um dann weitere Schritte einzuleiten.<\/p>\n<p>Die per Bluetooth erfassten IDs werden lokal auf dem Smartphone gespeichert und nach 14 Tagen wieder gel\u00f6scht, eine zentrale Datenbank soll nicht existieren. Erkrankte Mitmenschen k\u00f6nnen ihre Keys an die Server der zust\u00e4ndigen Gesundheitsbeh\u00f6rde \u00fcbermitteln. Smartphones von Personen, die in direktem Kontakt zum Erkrankten standen, werden dar\u00fcber informiert, wobei diese Daten ausschlie\u00dflich \u00fcber die Server \u201eweitergeleitet\u201c werden sollen. Server k\u00f6nnten von den Gesundheitsbeh\u00f6rden selbst betrieben werden oder sich an Apple und Google wenden, die Server bereitstellen w\u00fcrden, wie Axios berichtet.<\/p>\n<p>M\u00f6chten Sie die Funktionsweise der Bluetooth-API von Google und Apple genauer kennenlernen, k\u00f6nnen Sie sich verschiedene <a href=\"https:\/\/www.apple.com\/covid19\/contacttracing\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF-Dokumente<\/a> durchlesen, in denen die beiden Konzerne ihr Vorhaben erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Apple und Google haben vier Werte definiert: Transmission, Duration, Days Since Last Exposure sowie Attenuation. Konkret:<\/p>\n<ul>\n<li>Transmission: Dieser Begriff meint das Risiko der Krankheits\u00fcbertragung und wird in der Warn-App festgelegt; wahrscheinlich basierend auf Daten, die der COVID-positive Patient vom RKI oder seinem behandelnden Arzt erh\u00e4lt. Der Wert zeigt, in welchem Krankheitsstadium sich der Patient befindet.<\/li>\n<li>Duration: Damit ist die Dauer des Bluetooth-Kontakts eines Ger\u00e4ts mit einem anderen, zu einem positiv getesteten Nutzer geh\u00f6renden Ger\u00e4t gemeint.<\/li>\n<li>Days Since Last Exposure: Dieser Wert gibt an, wie viel Zeit vergangen ist, seit das Smartphone eines Erkrankten zuletzt Bluetooth-Kontakt mit dem Ger\u00e4t einer Person hatte, die gewarnt werden sollte.<\/li>\n<li>Attenuation: Beim Kontakt zwischen zwei Smartphones beschreibt dieser Wert die Empfangsst\u00e4rke des Bluetooth-Signals, angegeben in dBm. Je h\u00f6her der Wert, umso n\u00e4her waren sich die Ger\u00e4te und damit auch die Personen vermutlich.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Die Datenschutz-Debatte um Corona-Apps<\/h2>\n<p>Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie und der Diskussion um eine Corona-App gab es Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Zun\u00e4chst sprach sich die Bundesregierung f\u00fcr eine zentrale Datenspeicherung aus, entschied sich dann jedoch f\u00fcr eine dezentrale Variante. Das hat den Vorteil, dass die Daten auf den Smartphones, nicht zentral auf einem Server liegen. Eine solche Datensammlung mit hochsensiblen Daten k\u00f6nnte sonst missbraucht werden: Es lie\u00dfen sich Kontaktbeziehungen (\u201eSocial Graphs\u201c) ermitteln und Profile anlegen.<\/p>\n<p>Die App selbst soll lediglich die eigenen Schl\u00fcssel und IDs anderer Ger\u00e4te speichern, au\u00dferdem Daten, die zur Kalkulation des Risikofaktors ben\u00f6tigt werden (z. B. Zeitpunkt und Dauer von Kontakten, empfangene Signalst\u00e4rke, etc.). Die Signalleistung soll verschl\u00fcsselt \u00fcbertragen werden \u2013 ein wichtiger Wert, der dabei hilft, die Entfernung zum Gegen\u00fcber einzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Einen Zugriff auf die im Ger\u00e4t gespeicherten Kontaktdaten wird es ebenso wenig geben wie die Speicherung von Standortdaten. Bei der App-Installation fallen keinerlei personenbezogene Daten an. Das Hochladen eigener Schl\u00fcssel erfordert jedoch eine Autorisierung durch die zust\u00e4ndige Gesundheitsbeh\u00f6rde, die mittels TAN erfolgen soll. Diese l\u00e4sst sich per QR-Code oder telefonisch eingeben.<\/p>\n<p>Das DP-3T-Protokoll (Decentralized Privacy-Preserving Proximity Tracing) bildet die Basis der App und obfuskiert (verschleiert) den Traffic zwischen Smartphones und Server. Somit kann nicht bereits aus dem Datentraffic auf eine Infektion geschlossen werden.<\/p>\n<p>Damit die Bluetooth-API bei Android-Ger\u00e4ten arbeiten kann, muss die Standortermittlung aktiviert sein. Standortdaten sollen durch die App zwar nicht genutzt werden, dennoch k\u00f6nnten diese Daten durch andere Apps oder Google-Dienste ausgewertet werden. Deshalb ist es empfehlenswert, die Standortzugriffs-Berechtigung zu deaktivieren.<\/p>\n<p>Sollte die App eine Warnung ausgeben, so sind Betroffene nicht verpflichtet, dies dem Gesundheitsamt zu melden. Da das Ganze auf Freiwilligkeit beruht, d\u00fcrfen jederzeit gespeicherte IDs oder die App selbst gel\u00f6scht und die Bluetooth-Schnittstelle deaktiviert werden.<\/p>\n<p>Leider geh\u00f6rt Bluetooth selbst nicht zu den sichersten M\u00f6glichkeiten \u2013 zumal Bluetooth nie dazu geschaffen wurde, zu tracen, vielmehr soll es um den Datenaustausch aus kurzer Entfernung gehen. Wer die App nutzen m\u00f6chte, muss Bluetooth dauerhaft aktivieren. Vor wenigen Monaten jedoch wurde eine <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/google-bluetooth-luecke-in-android-ermoeglicht-codeausfuehrung-2002-146497.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Sicherheitsl\u00fccke im Bluetooth-Stack von Android<\/a> gefunden. Wenige Wochen ist es her, dass Sicherheitsexperten <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/drahtlos-standard-bluetooth-sicherheitsluecke-betrifft-praktisch-alle-geraete-2005-148659.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">eine weitere L\u00fccke ver\u00f6ffentlichten<\/a>, die nahezu alle Ger\u00e4te betrifft.<\/p>\n<h2>Apple &amp; Google \u00f6ffnen Betriebssysteme<\/h2>\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, haben Apple und Google mit der Bluetooth-API die Grundlage f\u00fcr die Corona-Tracing-App geschaffen. Doch wie kommt die Schnittstelle nun aufs Smartphone?<\/p>\n<h3>iOS-Update macht Apple-Ger\u00e4te startklar<\/h3>\n<p>Apple hat die Bluetooth-API bereits \u00fcber Updates ausgerollt: die j\u00fcngst erschienene iOS-Version 13.5 bringt die Funktion mit. Nutzer \u00e4lterer iPhones oder iPads, auf denen die Version 13 nicht l\u00e4uft, k\u00f6nnen die Schnittstelle nicht nutzen.<\/p>\n<p>Haben Sie bereits auf Version 13.x geupdatet, so finden Sie die Tracing-Funktion in den Einstellungen, dort unter \u201eDatenschutz\u201c \u2013 \u201eHealth\u201c \u2013 \u201eCOVID-19 Kontaktprotokoll\u201c. Die Funktion ist standardm\u00e4\u00dfig deaktiviert. Ist eine entsprechende App installiert, wird der iOS-Nutzer gefragt, ob die Funktion aktiviert werden soll. Weiter ist es in den Einstellungen m\u00f6glich, die Kontakt\u00fcberpr\u00fcfung einzusehen und das Kontaktprotokoll zu l\u00f6schen.<\/p>\n<h3>Google rollt Neuerung \u00fcber Play-Store aus<\/h3>\n<p>F\u00fcr Android-User wird die Tracing-Funktion \u00fcber die Google Play Services ausgerollt. Hintergrund: Die wenigsten Android-User nutzen die aktuelle Android-Version. Nicht Google selbst ist f\u00fcr das Einspielen von Updates unter Android verantwortlich, sondern die einzelnen Ger\u00e4tehersteller. Da Updates von den Herstellern nur mit geringer Motivation eingespielt werden, erscheint die Auslieferung \u00fcber den Play Store sinnvoller.<\/p>\n<p>Alle Android-Smartphones mit Version 6 oder h\u00f6her erhalten die offene Bluetooth-API also automatisch, installieren m\u00fcssen Nutzer nichts. Auch unter Android ist die Funktion standardm\u00e4\u00dfig deaktiviert. Wie schon unter iOS beschrieben, l\u00e4sst sich die Option erst aktivieren, wenn eine entsprechende Corona-App installiert ist. Die generierten IDs lassen sich in den Systemeinstellungen l\u00f6schen, au\u00dferdem k\u00f6nnen hier Kontaktbenachrichtigungen deaktiviert werden.<\/p>\n<h2>Wann kommt die Corona-App?<\/h2>\n<p>Im Moment geht es Schlag auf Schlag: \u00dcber Pfingsten wurden Quellcodes ver\u00f6ffentlicht und Mitte Juni soll die Corona-App bereits kommen. Blicken wir auf Details:<\/p>\n<h3>SAP, Telekom &amp; Co. entwickeln<\/h3>\n<p>Zust\u00e4ndig f\u00fcr die Entwicklung der Corona-Warn-App in der Bundesrepublik sind SAP und die Deutsche Telekom. Um Transparenz zu gew\u00e4hrleisten, ist die App Open Source. Nachdem vor wenigen Wochen ein erstes Konzept f\u00fcr die Corona-App <a href=\"https:\/\/github.com\/corona-warn-app\/cwa-documentation\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">auf GitHub<\/a> ver\u00f6ffentlicht wurde, folgte \u00fcber Pfingsten der komplette Programmcode der Anwendung. Die Resonanz ist riesig: Mehr als 65.000 freiwillige Software-Experten haben den Code bereits gesichtet und Verbesserungsvorschl\u00e4ge eingebracht. Ein paar Eindr\u00fccke in Form von Screenshots k\u00f6nnen sich Interessierte <a href=\"https:\/\/github.com\/corona-warn-app\/cwa-documentation\/blob\/master\/ui_screens.md\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">auf GitHub bereits ansehen<\/a>.<\/p>\n<h3>Frankreich hat Probleme mit Corona-App<\/h3>\n<p>In Frankreich gab es bereits eine Testversion der Corona-Warn-App \u201eStop Covid\u201c, die auf eine zentrale Erfassung anonymisierter Daten setzt. Die App <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/2.1677\/corona-viel-kritik-an-neuer-franzoesischer-warn-app-16788964.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">st\u00f6\u00dft auf Kritik<\/a>: Die Linkspartei La France Insoumise bezweifelt, dass mit der App Datensicherheit gew\u00e4hrleistet werden k\u00f6nne. Auch Marine Le Pen von der rechtsnationalen \u201eRassemblement National\u201c zeigt sich wenig begeistert: \u201eWir am\u00fcsieren die Leute mit einer App, dabei fehlen uns die wichtigsten Instrumente zum Infektionsschutz wie Tests und Schutzmasken\u201c.<\/p>\n<p>Der Digitalstaatssekret\u00e4r C\u00e9dric O anerkennt die Corona-Warn-App als Hilfsmittel, jedoch nicht als Wundermittel. Die App sei lediglich als Erg\u00e4nzung zu den sozialen Abstands- und Hygieneregeln zu sehen. Die franz\u00f6sische Datenschutzbeh\u00f6rde hat keinerlei Einw\u00e4nde, auch nicht gegen den zentralen Ansatz. Man m\u00f6chte in Paris eine Unabh\u00e4ngigkeit von amerikanischen Konzernen wie Google und Apple erreichen \u2013 gerade dann, wenn es um sensible Gesundheitsdaten geht. Ganz gelungen ist das nicht: Die franz\u00f6sische Stop Covid-App setzt auf Captcha, eine Technik, bei der personenbezogene Daten an Google weitergeleitet werden. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/corona-app-frankreich-103.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">O dazu<\/a>: \u201eDiese Entscheidung ist keine grunds\u00e4tzliche Entscheidung gegen Apple und Google. Es geht nur darum, dass eine gro\u00dfe Firma, welche auch immer es sein mag, keinen Einfluss auf die politischen Entscheidungen eines Staates im Gesundheitswesen haben soll.\u201c<\/p>\n<p>Mittlerweile ist die Testversion von der offiziellen Version abgel\u00f6st worden. Die franz\u00f6sische Bev\u00f6lkerung scheint sich um den Datenschutz zu sorgen: Laut einer Umfrage von Harris Interactive haben 54 % der Befragten Sorge um ihre Daten. Ein Zusammenschluss aus mehr als 150 IT-Experten warnen zudem <a href=\"https:\/\/attention-stopcovid.fr\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">in einem offenen Brief<\/a> davor, dass die Daten abgefangen und zur\u00fcckverfolgt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<h3>Australien meldet geringe Trefferquote der Corona-App<\/h3>\n<p>Australiens Premier Scott Morrison setzte gro\u00dfe Hoffnungen in die Corona-App: Von einem \u201eTicket, um die Einschr\u00e4nkungen zu lockern\u201c sprach er und verglich die App mit einem \u201eSonnenschutz in der glei\u00dfenden Mittagshitze\u201c. Gro\u00dfe Worte, denen gro\u00dfe Erwartungen folgten \u2013 und ein gro\u00dfer Flop.<\/p>\n<p>Denn die Corona-Warn-App \u201eCOVIDSafe\u201c, \u00fcber die Australien seit Anfang Mai verf\u00fcgt, soll die Kontakte all jener aufzeichnen, die die App nutzen \u2013 anonymisiert, versteht sich. Nach einer Positiv-Testung soll man \u00fcber die App die letzten Kontakte warnen k\u00f6nnen \u2013 ohne dass der Erkrankte wei\u00df, wer diese Kontakte waren, und ohne dass diese erfahren, wer nun positiv getestet wurde. Infektionsketten, das war der Plan, sollten so fr\u00fchzeitig unterbrochen werden.<\/p>\n<p>Die Ern\u00fcchterung folgte auf dem Fu\u00dfe: Nach vier Wochen Dauereinsatz hat die App genau einen erkrankten Menschen ausfindig gemacht. Ariel Boogle bilanziert als Tech-Reporterin des TV-Senders ABC: \u201eDer einzige Fall von dem wir wissen, war im Bundesstaat Victoria [\u2026] Insofern ist der Erfolg dieser Tracing-App bislang doch eher zweifelhaft.\u201c<\/p>\n<p>Sechs Millionen Australier haben die App bereits heruntergeladen. Das klingt zwar gigantisch, sind jedoch nur etwa 23 % der Bev\u00f6lkerung. Lediglich eine f\u00fcnfprozentige Wahrscheinlichkeit besteht, dass bei einer Begegnung zweier Fremder beide die App installiert haben.<\/p>\n<p>Doch auch Verst\u00e4ndigungsprobleme zwischen Android- und iOS-Ger\u00e4ten sowie das Unpr\u00e4zise-Sein der Bluetooth-Technologie sorgen daf\u00fcr, dass die australische App floppt. Boogle versucht sich in Erkl\u00e4rungen: \u201eAu\u00dferdem sagt die Zahl sechs Millionen nicht viel. Wir wissen ja nicht, wie viele Nutzer die App inzwischen wieder gel\u00f6scht haben oder \u00fcberhaupt korrekt nutzen.\u201c<\/p>\n<h3>Weitere Corona-Apps im Einsatz gegen Corona<\/h3>\n<p>Zwar ver\u00f6ffentlichen SAP und die Telekom die offizielle Corona-Warn-App der Bundesregierung erst Mitte Juni, doch es sind bereits viele andere Helferlein in Form von Apps unterwegs. Da w\u00e4ren beispielsweise:<\/p>\n<ul>\n<li>Datenspende-App des RKI: Die vom <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/N\/Neuartiges_Coronavirus\/Corona-Datenspende.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Robert-Koch-Institut herausgegebene Datenspende-App<\/a> erlaubt es Nutzern, Daten zur Forschung zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/li>\n<li>CoroNotes: Eine Entwicklung des T\u00fcbinger AI Center in Zusammenarbeit mit Medizinern der Universit\u00e4tsklinik T\u00fcbingen ist die App CoroNotes, bei der Nutzer Fragen zu ihrem Gesundheitszustand beantworten. Forschern soll es so gelingen, den Krankheitsverlauf einer Corona-Infektion besser zu verstehen.<\/li>\n<li>Crowdless: Das britische Start-up Lanterne hat mit Unterst\u00fctzung der europ\u00e4ischen Weltraumorganisation ESA die App <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/wissen\/crowdless-eine-app-die-anzeigt-wie-voll-der-supermarkt-ist-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Crowdless<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Die App erlaubt es Nutzern, zu erfahren, wie voll die Gesch\u00e4fte in der Umgebung aktuell sind, um gegebenenfalls auf weniger \u00fcberf\u00fcllte Einkaufsm\u00f6glichkeiten auszuweichen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Ist Corona-Tracing ein Teil der L\u00f6sung?<\/h2>\n<p>In Deutschland wird sie sehnlichst erwartet: Die Corona-Tracing-App, die helfen soll, Neuinfektionen zu verhindern. Mit einem dezentralen Ansatz und basierend auf Freiwilligkeit kann eine solche App sicherlich kein Allheilmittel sein. Panik in Bezug auf die Sicherheit und den Datenschutz der App erscheinen jedoch auch unbegr\u00fcndet: SAP und die Telekom ver\u00f6ffentlichen alle Details transparent und nachvollziehbar.<\/p>\n<p>Was denken Sie: Ist das Corona-Tracing ein Teil der L\u00f6sung oder ist eine Corona-App sinnlos? Haben Sie Datenschutz-Bedenken oder werden Sie die App auf jeden Fall nutzen? Kommen Sie mit uns ins Gespr\u00e4ch \u2013 wir freuen uns auf Ihre Kommentare!<\/p>\n<div class=\"shariff\"><ul class=\"shariff-buttons theme-default orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.psw-group.de%2Fblog%2Fcorona-app-kommt%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwww.psw-group.de%2Fblog%2Fcorona-app-kommt%2F&text=Corona-App%3A%20Corona-Tracing-App%20k%C3%B6nnte%20im%20Juni%20kommen\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#000; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path fill=\"#000\" d=\"M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button xing shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#29888a\"><a href=\"https:\/\/www.xing.com\/spi\/shares\/new?url=https%3A%2F%2Fwww.psw-group.de%2Fblog%2Fcorona-app-kommt%2F\" title=\"Bei XING teilen\" aria-label=\"Bei XING teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#126567; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 25 32\"><path fill=\"#126567\" d=\"M10.7 11.9q-0.2 0.3-4.6 8.2-0.5 0.8-1.2 0.8h-4.3q-0.4 0-0.5-0.3t0-0.6l4.5-8q0 0 0 0l-2.9-5q-0.2-0.4 0-0.7 0.2-0.3 0.5-0.3h4.3q0.7 0 1.2 0.8zM25.1 0.4q0.2 0.3 0 0.7l-9.4 16.7 6 11q0.2 0.4 0 0.6-0.2 0.3-0.6 0.3h-4.3q-0.7 0-1.2-0.8l-6-11.1q0.3-0.6 9.5-16.8 0.4-0.8 1.2-0.8h4.3q0.4 0 0.5 0.3z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button linkedin shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#1488bf\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/sharing\/share-offsite\/?url=https%3A%2F%2Fwww.psw-group.de%2Fblog%2Fcorona-app-kommt%2F\" title=\"Bei LinkedIn teilen\" aria-label=\"Bei LinkedIn teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0077b5; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 27 32\"><path fill=\"#0077b5\" d=\"M6.2 11.2v17.7h-5.9v-17.7h5.9zM6.6 5.7q0 1.3-0.9 2.2t-2.4 0.9h0q-1.5 0-2.4-0.9t-0.9-2.2 0.9-2.2 2.4-0.9 2.4 0.9 0.9 2.2zM27.4 18.7v10.1h-5.9v-9.5q0-1.9-0.7-2.9t-2.3-1.1q-1.1 0-1.9 0.6t-1.2 1.5q-0.2 0.5-0.2 1.4v9.9h-5.9q0-7.1 0-11.6t0-5.3l0-0.9h5.9v2.6h0q0.4-0.6 0.7-1t1-0.9 1.6-0.8 2-0.3q3 0 4.9 2t1.9 6z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ganze Welt kennt nach wie vor \u00fcberwiegend ein Thema: Die Corona-Pandemie. Ebenfalls weltweit bem\u00fcht man sich, Kontakte von erkrankten Menschen zu verfolgen, damit sich gesunde sch\u00fctzen k\u00f6nnen: Die Corona-Warn-App soll in vielen Teilen der Welt kommen, so auch in der Bundesrepublik. Konkret k\u00fcmmern sich hierzulande die Deutsche Telekom sowie SAP um die Entwicklung; \u00fcber Pfingsten wurden bereits Quellcodes ver\u00f6ffentlicht. Erwartet wird die Corona-App noch diesen Monat. Wir zeigen, wie [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":64,"featured_media":7546,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[767,770],"tags":[741,723],"class_list":["post-7540","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bedrohungslage","category-news","tag-psw-test-bericht-apps","tag-software"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7540","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/64"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7540"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7540\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11858,"href":"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7540\/revisions\/11858"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7546"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7540"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7540"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psw-group.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7540"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}